
Globale Krisen und die Verknappung kritischer Rohstoffe zeigen die Schwächen internationaler Lieferketten auf. Verschärfte Exportbeschränkungen für seltene Erden seit 2025 durch China haben die Abhängigkeit vieler Industriezweige offenbart. Für das Unternehmen ebm-papst sei dies ein klarer Auftrag, lokale Wertschöpfungskreisläufe zu stärken und die Transformation hin zu einer Circular Economy zu beschleunigen. Diese Kreislaufwirtschaft hält Materialien und Produkte möglichst lange im Umlauf und reduziert Ressourcenverbrauch sowie Abfälle.
Im Zentrum der Bemühungen stehe die Schaffung resilienter, regionaler Wertschöpfungsstrukturen. Seit der Unternehmensgründung verfolgt ebm-papst den Anspruch: „Jedes Produkt muss seinen Vorgänger ökologisch und ökonomisch übertreffen.“ Diese Leitlinie solle auch heute technologische Innovation mit verantwortungsvollem Ressourceneinsatz verbinden und gleichzeitig die Versorgungssicherheit weltweit absichern.
Da natürliche Ressourcen endlich seien, beginne nachhaltiges Wirtschaften bereits bei der Produktentwicklung. „Die Weichen für die Kreislaufwirtschaft stellt das Produktdesign, nicht der Recyclingprozess. Daher betrachten wir den kompletten Lebenszyklus von der Entwicklung bis zur Wiederverwendung und setzen dabei auf die konsequente Nutzung der Digitalisierung", erklärte Prof. Dr.-Ing. Tomas Smetana, CTO der ebm-papst Gruppe, beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer.
Die Weichen für die Kreislaufwirtschaft stellt das Produktdesign, nicht der Recyclingprozess. Daher betrachten wir den kompletten Lebenszyklus von der Entwicklung bis zur Wiederverwendung und setzen dabei auf die konsequente Nutzung der Digitalisierung
Schon in der frühen Phase ließen sich kritische Materialabhängigkeiten reduzieren und die Reparatur- sowie Wiederverwendungsfähigkeit systematisch mitdenken. Ein wirksamer Ansatz sei die Aufbereitung von Produkten, die bereits im Einsatz waren. So könne der Product Carbon Footprint eines Ventilators um über 90 % gesenkt werden.
Für diesen Wandel sei Zusammenarbeit entscheidend. Nur im Schulterschluss mit Kunden, Lieferanten und Partnern wie CIRCULAR REPUBLIC könnten neue zirkuläre Geschäftsmodelle und Innovationen entstehen. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Innovationsnetzwerken baue ebm-papst die nächste Generation kreislauffähiger Produkte und Services auf. Ein zentraler Baustein sei der Aufbau maßgeschneiderter zirkulärer Dienstleistungen rund um den Ventilator, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Kunden.
Die Circular Economy sei für ebm-papst ein zentraler Hebel für Ressourceneffizienz, neue Wertschöpfungsmöglichkeiten, höhere Resilienz der Lieferketten und langfristiges Wachstum – im Sinne der Kunden, Partner und einer zukunftsfähigen Industrie.

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