
„Fuchs ist sehr gut in das Jahr 2026 gestartet und hat in einem volatilen Umfeld eine deutliche Volumensteigerung realisiert und damit den Umsatz ausgebaut. Beim EBIT wurde mit 125 Mio. EUR das bislang beste Quartalsergebnis erzielt", erklärt Stefan Fuchs, Vorsitzender des Vorstands. "Zu dieser positiven Entwicklung trugen neben dem Geschäftsausbau und einem disziplinierten Kostenmanagement insbesondere eine zusätzliche Nachfrage im März sowie die erfolgreiche Veräußerung eines Grundstücks in Australien bei.
Der Konflikt im Nahen Osten und insbesondere die Sperrung der Straße von Hormus werden uns unabhängig vom weiteren Verlauf der Auseinandersetzung im laufenden Geschäftsjahr vor große Aufgaben stellen. Steigende Rohstoffpreise und Lieferengpässe fordern unsere Organisation bereits heute heraus. Diese Lage wird in den kommenden Monaten angespannt bleiben. Wir sehen uns jedoch mit einem starken Einkaufs-, Vertriebs- und Entwicklungsteam gut aufgestellt und werden, wie bereits in der Vergangenheit, gemeinsam mit unseren Kunden bestmögliche Lösungen erarbeiten. Neben der Sicherstellung der Versorgung unserer Kunden liegt der Fokus auf dem zeitnahen Ausgleich der steigenden Rohstoffkosten durch Preisanpassungen. Trotz aller Herausforderungen gehen wir daher aktuell davon aus, das prognostizierte EBIT in Höhe von um 450 Mio. EUR dieses Jahr zu erreichen. Wie stark die Preise auf der Einkaufs- und Verkaufsseite ansteigen werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich abschätzen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Umsatz deutlich stärker steigen und der freie Cashflow durch den Aufbau des Nettoumlaufvermögens beeinträchtigt werden wird. Wir haben eine ähnliche Situation bereits während der Lieferkettenengpässe infolge der Corona-Pandemie erfolgreich gemeistert und sind zuversichtlich, auch im aktuellen volatilen Umfeld unsere Resilienz einmal mehr unter Beweis zu stellen.“
Fuchs erzielte in den ersten drei Monaten 2026 laut eigenen Angaben einen Umsatz von 934 Mio. EUR (924). Trotz erheblich negativer Wechselkurseffekte stieg der Umsatz durch volumenbasiertes, organisches Wachstum um 1 % gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Währungseffekte hätte der Umsatz um 5 % zugenommen.
Das EBIT verbesserte sich im Vergleich zu den starken ersten drei Monaten des Vorjahres um 17 Mio. EUR oder 16 % auf 125 Mio. EUR (108) und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Die EBIT-Marge lag mit 13,4 % (11,7) deutlich über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der EBIT-Marge ist sowohl auf die Verbesserung der Bruttomarge als auch auf den Rückgang der sonstigen Funktionskosten zurückzuführen. Letztere lagen um 7 Mio. EUR unter dem Vorjahresquartal, insbesondere aufgrund eines Grundstücksverkaufs in Australien. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich auf 89 Mio. EUR (77). Das Ergebnis je Stammaktie und je Vorzugsaktie stieg jeweils um 0,09 EUR bzw. 15 % auf 0,68 EUR (0,59). Der freie Cashflow vor Akquisitionen lag mit 54 Mio. EUR (17) deutlich über dem Vorjahreswert.
Die Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika (EMEA) verzeichnete ein organisch getriebenes Umsatzplus in Höhe von 25 Mio. EUR oder 5 % auf 547 Mio. EUR (522). Dabei konnte die Mehrzahl der Länder in der Region ihren Umsatz steigern, vor allem Deutschland, Italien, Großbritannien und Südafrika. Insbesondere im März verzeichnete EMEA eine erhebliche Mengensteigerung. Das EBIT der Region übertraf den Vorjahreswert um 10 Mio. EUR oder 19 % und erreichte 62 Mio. EUR (52). Hierzu trugen neben der Umsatzsteigerung auch Margenverbesserungen bei.
Der Umsatz der Region Asien-Pazifik lag mit 266 Mio. EUR um 2 Mio. EUR oder 1 % über dem Vorjahr. China und Australien, aber auch viele kleine Länder trugen zu einem starken organischen Wachstum von 17 Mio. EUR bei. Hohe negative Währungseffekte aus allen Ländern der Region in Höhe von –15 Mio. EUR zehrten allerdings einen Großteil dieses Wachstums auf. Das EBIT stieg deutlich um 13 Mio. EUR oder 39 % auf 46 Mio. EUR (33) an. Hierzu trugen insbesondere die positive Entwicklung in China und Australien bei, sowie ein positiver Einmaleffekt in Höhe von 7 Mio. EUR aus der Veräußerung eines Grundstücks in Australien.
In Nord- und Südamerika lag der Umsatz mit 172 Mio. EUR um 11 Mio. EUR oder 6 % unter dem Vorjahr (183). Nordamerika verzeichnete solides organisches Wachstum und auch Südamerika entwickelte sich positiv gegenüber dem Vorjahr. Allerdings wurden die organischen Zuwächse durch starke negative Währungseffekte in Höhe von -18 Mio. EUR überkompensiert. Diese waren auch der Hauptgrund für den Rückgang des EBIT um 2 Mio. EUR auf 19 Mio. EUR (21).
Fuchs bewegt sich derzeit in einem volatilen Umfeld. Der Anfang März im Nahen Osten ausgebrochene und weiterhin anhaltende Krieg erhöhte die geopolitischen Unsicherheiten deutlich. Die Schließung der Straße von Hormus und die teilweise Zerstörung von Anlagen der Petrochemie in der Golfregion führten zu einer Verknappung und deutlichen Preissteigerungen bei Rohstoffen. Hinzu kommt ein damit verbundener Anstieg der Kosten für Energie und Logistik. FUCHS ist zuversichtlich, den Kostenanstieg durch Verkaufspreiserhöhungen zu kompensieren, und bestätigt die EBIT-Prognose für 2026. Gleichzeitig wird infolge der Preisinflation mit einem höheren Umsatz gerechnet. Die Preissteigerungen sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite werden zudem zu einer erhöhten Mittelbindung führen. Ein anhaltender Mangel an Rohstofflieferungen aus der Golfregion kann Versorgungsengpässe verschärfen und damit die Produktion sowie die Nachfrage bei Fuchs und seinen Kunden belasten. Aus heutiger Sicht und unter der Voraussetzung, dass sich die Situation nicht weiter verschärft, passt Fuchs seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 wie folgt an:
Die globale Aufstellung und die solide Finanzbasis sind unverändert robust. FUCHS fokussiert sich weiterhin auf profitables Wachstum und die Umsetzung der Fuchs100-Strategie.

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