
Mit der vollständigen Übernahme von Opet Fuchs will die Fuchs-Gruppe ihre strategische Position im türkischen Schmierstoffmarkt weiter ausbauen.
Die weltweit im Schmierstoffbereich tätige Fuchs-Gruppe hat einen Vertrag zur Übernahme der bislang von Opet gehaltenen 50 % des Joint Ventures Opet Fuchs mit Hauptsitz in Istanbul, Türkei, unterzeichnet. Künftig hält Fuchs damit 100 % der Anteile an dem Unternehmen. Nach Abschluss der Transaktion wird das Unternehmen unter dem Namen Fuchs Lubricants Türkiye firmieren. Der Abschluss der Übernahme wird bis Ende April 2026 erwartet.
Ziel der vollständigen Übernahme ist die weitere Stärkung der Marktposition von Fuchs in der Türkei. „Der türkische Markt ist aufgrund seines Volumens, der industriellen Basis und seiner Wachstumsperspektiven für uns von hoher strategischer Bedeutung“, erklärt Dr. Ralph Rheinboldt (links im Bild), im Fuchs-Vorstand zuständig für die EMEA-Region (Europe, Middle East and Africa). Die Türkei spiele für Fuchs eine zentrale Rolle in den Bereichen Industrie, OEM, Mining sowie im Automotive Aftermarket. „Mit der vollständigen Übernahme können wir strategische Entscheidungen schneller und konsequenter umsetzen als bisher und damit Wachstumschancen besser nutzen“, so Rheinboldt.
Das Joint Venture Opet Fuchs wurde ursprünglich im Jahr 2005 gegründet und konzentrierte sich zunächst ausschließlich auf das Industriegeschäft. An Opet selbst sind mit jeweils 50 % die Familie Öztürk und die KOC-Gruppe beteiligt, der größte Industrie- und Servicekonzern der Türkei. Im Jahr 2011 wurde das Joint Venture durch die Integration des Automotive-Schmierstoffgeschäfts erweitert und bietet seither das komplette Schmierstoffportfolio an.
2019 errichtete das Unternehmen ein neues Werk in Aliaga (Izmir). In den Aufbau und Betrieb der Anlage mit hochmodernen Labor- und Produktionskapazitäten floss umfangreiches Fuchs-Know-how ein. Grundlage hierfür ist die globale Expertise des Konzerns mit zahlreichen Produktionsstandorten weltweit.
„Durch die enge Anbindung an die KOC-Gruppe profitieren wir heute sowohl von starkem Prozess- und Digitalisierungs-Know-how als auch von einer gewachsenen, vertrauensvollen Kundenbasis. Mit dem Erwerb der restlichen Anteile an der Gesellschaft können wir künftig die türkische Tochtergesellschaft enger in den Konzernverbund integrieren und noch näher an die Kunden rücken“, erklärt Christian Ohligmacher, Regional Vice President Central & Eastern Europe, Middle East & Türkiye. Auch nach der Übernahme wollen die bisherigen Joint-Venture-Partner die gewachsene, partnerschaftliche Geschäftsbeziehung fortsetzen.

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