Grenke Jahresabschluss erfüllt Prognose 2025
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Grenke Jahresabschluss erfüllt Prognose 2025

Grenke erreicht mit dem Konzernergebnis von 178 Mio. EUR den unteren Bereich der Prognose für 2025.
19.03.2026von Hidden Champions Redaktion

Vor allem Wachstum im Leasinggeschäft führte bei Grenke zu einem guten Jahresabschluss. Das Unternehmen gibt Überlegungen zu höheren Dividenden bekannt.

Die Grenke AG hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Mit 71,8 Mio. EUR Konzernergebnis konnte der Gewinn leicht gesteigert werden (2024: 70,2 Mio. EUR). Bei einer weiterhin erhöhten Schadenquote von 1,7 % liegt das Ergebnis im Rahmen der in Q3 2025 präzisierten Prognose. Vorstand und Aufsichtsrat werden der kommenden Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Erhöhung der Dividende um 5 % auf 0,42 EUR je Aktie (2025: 0,40 EUR) vorschlagen, was der langfristigen Dividendenpolitik des Konzerns mit einer Ausschüttungsquote von rund 25 % entspricht.

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 „Seit drei Quartalen in Folge steigern wir unseren Gewinn kontinuierlich – damit haben wir die Trendwende bei unserer Profitabilität geschafft und unser Jahresziel erreicht. Mit dem Abschluss der Franchiser-Übernahmen und der Einleitung des Verkaufs unseres Factoring-Segments konnten wir unseren strategischen Fokus schärfen. Denn jetzt können wir all unsere Ressourcen auf unser globales Kerngeschäft Small-Ticket-Leasing konzentrieren. Mein Fazit für 2025: Wir haben eine wichtige Etappe gemeistert. Unser Ziel: bis 2030 eine Eigenkapitalrendite von 10 % nach Steuern. Die nächsten Meilensteine: jedes Jahr eine durchschnittliche Steigerung um rund einen Prozentpunkt.“

Dr. Sebastian Hirsch, Vorstandsvorsitzender der Grenke AG.

Verbesserte Cost-Income-Ratio

Das starke Wachstum des Leasingneugeschäfts der letzten Jahre führte dazu, dass die operativen Erträge um 14,7 % auf 660,8 Mio. EUR (2024: 576,1 Mio. EUR) deutlich anstiegen. Dies resultiert aus dem Zinsergebnis mit einer Steigerung um 13,6 % auf 405,1 Mio. EUR (2024: 356,7 Mio. EUR) sowie aus weiteren Bestandteilen der operativen Erträge – dem Servicegeschäft, dem Ergebnis aus dem Neugeschäft und dem Verwertungsgeschäft, die insgesamt um 16,6 % stiegen. Im Rahmen der Maßnahmen hin zu mehr Kostendisziplin und Prozesseffizienz sowie des Fortschreitens der Digitalisierung wuchsen die operativen Kosten um nunmehr 6,9 % auf 364,6 Mio. Somit konnte eine geplante Verlangsamung der Kostenentwicklung erreicht werden. Dies führte zu einem um 26,0 % gegenüber dem Vorjahr verbesserten operativen Ergebnis vor Schadensabwicklung und Risikovorsorge mit 296,3 Mio. EUR (2024: 235,0 Mio. EUR).

Demzufolge verbesserte sich die Cost-Income-Ratio (CIR) deutlich auf 55,2 % im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 59,2 % im Vorjahr. Schadenquote weiterhin erhöht Aufgrund der anhaltend hohen Zahl von Ausfällen und Insolvenzzahlen als Folge der weiterhin herausfordernden makroökonomischen Rahmenbedingungen lag das Ergebnis aus Schadensabwicklung und Risikovorsorge mit – 196,0 Mio. EUR (2024: – 131,0 Mio. EUR) erwartungsgemäß auf einem erhöhten Niveau. Dabei belief sich die Schadenquote – als Quotient aus dem Ergebnis aus Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen – auf 1,7 % im Geschäftsjahr 2025 (2024: 1,3 %). Das Konzernergebnis stieg um 2,3 % auf 71,8 Mio. EUR (2024: 70,2 Mio. EUR). Das führt zu einer Eigenkapitalrendite nach Steuern (Return on Equity, kurz: RoE) von 5,2 % (2024: 5,2 %).

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 „Wir haben bewiesen, dass wir unsere Effizienz steigern können: Denn operativ sind die Erträge deutlich stärker gestiegen als die Kosten. Unsere gute Cost-Income-Ratio liegt stabil im Plan. Das ist in zweierlei Hinsicht ein positives Signal. Erstens: Unser stetiges Leasingportfoliowachstum der letzten Jahre trägt nachhaltig zu unserer heutigen und künftigen Profitabilität bei. Zweitens ist diese Entwicklung ein Beleg für unsere Erfolge in Sachen Kostendisziplin und unser Bestreben nach noch mehr Prozesseffizienz. Insgesamt konnten wir dadurch einen erheblichen Teil des – aufgrund der angespannten makroökonomischen Umstände erwartbar – erhöhten Schadensniveaus kompensieren. Wir haben noch einen Weg zu gehen, machen aber klare operative Fortschritte hin zu mehr Rentabilität.“

Dr. Martin Paal, Finanzvorstand der Grenke AG.

Eigenkapitalquote wie erwartet bei kontinuierlich wachsenden Leasingforderungen

Die bilanzielle Eigenkapitalquote lag mit 15,6 % (31.12.2024: 16,2 %) im Rahmen des selbst gesteckten Ziels von rund 16 %. Die Bilanzsumme stieg per 31.12.2025 von 8,2 Mrd. EUR auf 9,1 Mrd. EUR. Die Leasingforderungen wuchsen dabei um 12,7 % auf 7,3 Mrd. EUR (31.12.2024: 6,5 Mrd. EUR), was auf das starke Leasingneugeschäftswachstum der letzten Jahre zurückzuführen ist. Zum Stichtag 31.12.2025 beliefen sich die Zahlungsmittel auf 674,1 Mio. EUR (31.12.2024: 974,6 Mio. EUR). Im Sinne der fristenkongruenten Refinanzierung des Grenke-Konzerns deckten sich auch im Geschäftsjahr 2025 die Finanzschulden mit 7,3 Mrd. EUR (31.12.2024: 6,5 Mrd. EUR) in ihrer Höhe und Fälligkeit weitestgehend mit den refinanzierten Forderungen.

Ausblick 2026

Grenke erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein Konzernergebnis von 74 bis 86 Mio. EUR sowie ein Leasingneugeschäftsvolumen zwischen 3,4 und 3,6 Mrd. EUR. Die Erwartungen für das Konzernergebnis und das Leasingneugeschäft basieren auf einer DB2-Marge von mindestens 16,5 % sowie einer – vor allem vom makroökonomischen und geopolitischen Gesamtumfeld geprägten – Schadenquote zwischen 1,6 und 1,7 % sowie einer CIR von ca. 55 %. Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des Konzernergebnisses plant Grenke mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von ca. 15 %, was sowohl regulatorische als auch Ratinganforderungen erfüllt. Zentraler Fokus für die kommenden Jahre bleibt die Rentabilität und damit die Orientierung an der Eigenkapitalrendite (RoE). Das Ziel ist ein RoE nach Steuern von 10 % bis zum Jahr 2030.

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