Starkes Wachstum bei Deutz trotz herausforderndem Marktumfeld
Deutz AG

Starkes Wachstum bei Deutz trotz herausforderndem Marktumfeld

Deutz steigert Umsatz, Auftragseingang und Profitabilität und stärkt Position durch Portfolio- und Effizienzmaßnahmen.
30.03.2026von Hidden Champions Redaktion

Deutz steigert 2025 trotz schwachem Markt Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität deutlich und profitiert von Portfolioerweiterung und Effizienzmaßnahmen.

Deutz hat im Geschäftsjahr 2025 trotz eines anhaltend schwachen Marktumfelds im klassischen Motorengeschäft deutliche Zuwächse bei Auftragseingang und Umsatz erzielt: Der Auftragseingang stieg um 13,7 % auf 2.077,7 Mio. €, der Umsatz um 12,7 % auf 2.043,8 Mio. €. Dabei profitierte Deutz von der breiteren Aufstellung durch die Umsetzung seiner Portfoliostrategie. Bei einem stark bereinigten Ergebnis von 112,3 Mio. € (2024: 76,7 Mio. €) lag die bereinigte EBIT-Rendite wie zuletzt prognostiziert bei 5,5 % (2024: 4,2 %). Neben den profitablen Zukäufen wirkten sich hierbei Einsparungen durch das Kostenprogramm „Future Fit“ positiv aus. So konnte die bereinigte Ergebnisrendite im Jahresverlauf von Quartal zu Quartal auf 6,8 % im Schlussquartal gesteigert werden und lag damit 3 Prozentpunkte über dem Vergleichsniveau (Q4/2024: 3,8 %). 

Neue Unternehmensstruktur stärkt Kundennähe

Deutz wird seit Jahresbeginn anders geführt: Über fünf organisatorisch voneinander unabhängige Business Units trägt das Unternehmen den jeweils unterschiedlichen Anforderungen seiner Geschäfte Rechnung und stellt dabei sicher, dass Entscheidungen unternehmerischer und deutlich näher am Kunden getroffen werden können. 

Einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Mittelfristziele soll u. a. das Energy-Geschäft leisten. Durch den Anfang Februar abgeschlossenen Erwerb der Frerk Aggregatebau GmbH hat Deutz ein global skalierbares Portfolio im Bereich der dezentralen Energieversorgung geschaffen, seine Position im stark wachsenden Markt mit Notstromsystemen für Rechenzentren gestärkt und die Grundlage geschaffen, Synergien entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu heben. Darüber hinaus wird auch der Ausbau des Verteidigungsgeschäfts Deutz zunehmend resilienter machen und zum weiteren Wachstum beitragen. Mit der 2025 erfolgten Übernahme von SOBEK und der eingegangenen Partnerschaft mit ARX Robotics hat sich Deutz bereits erfolgreich als Systemanbieter im wachsenden Ökosystem unbemannter Verteidigungssysteme positioniert.

Effizienzprogramm und M&A-Strategie unterstützen Profitabilität

Im Rahmen seiner Strategie setzt Deutz neben Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz auch weiterhin auf gezielte M&A-Transaktionen bei gleichzeitiger Reduzierung der Strukturkosten: 

„Wir haben 2025 alle Maßnahmen unseres Kostenprogramms Future Fit in die Wege geleitet und über 25 Mio. € wurden bereits erfolgswirksam. Wir sind also auf einem sehr guten Weg, unsere Kostenbasis bis Jahresende wie geplant um deutlich über 50 Mio. € im Vergleich zu 2024 zu reduzieren“, sagt Deutz-CFO Oliver Neu. Mit Blick auf die Finanzlage des Deutz-Konzerns ergänzt er: „Den Kauf der SOBEK Group zur strategischen Verstärkung unseres Defense-Portfolios konnten wir über eine sehr erfolgreiche Kapitalerhöhung im September 2025 refinanzieren. Unsere Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei gut 50 %. Damit sind wir bestens aufgestellt, um auch weiterhin in anorganisches Wachstum investieren zu können.”

Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025

Um die Aktionäre an der positiven Geschäftsentwicklung teilhaben zu lassen, werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 13. Mai 2026 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 eine erhöhte Dividende von 0,18 € je Aktie (2024: 0,17 €) aus dem Bilanzgewinn auszuschütten.

Prognose 2026  Unter der Annahme, dass die bereits zu Jahresbeginn 2026 sichtbare leichte Erholung des Engines-Markts, und dabei vor allem der Baumaschinenbereich und die Landtechnik, weiter anhält, rechnet Deutz für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Konzernumsatz zwischen 2,3 Mrd. € und 2,5 Mrd. €, einhergehend mit einer EBIT-Rendite vor Sondereffekten zwischen 6,5 % und 8,0 %. Unterstützt werden soll die Ergebnisentwicklung durch die abschließend zu realisierenden Einsparungen aus dem Future-Fit-Kostenprogramm, weiteren Effizienzmaßnahmen sowie geplanten Service-Akquisitionen im Rahmen der Strategieumsetzung. Der Free Cashflow vor eventuellen M&A-Ausgaben soll sich auf einen hohen zweistelligen Mio.-€-Betrag belaufen.

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