
Arburg und die Thin Wall Packaging Academy starten eine Netzwerkpartnerschaft zur Förderung von Wissenstransfer, Schulung und Marktwahrnehmung im Thin Wall Packaging.
Am 13. März 2026 begann bei Arburg in Loßburg offiziell die Netzwerkpartnerschaft mit der Thin Wall Packaging Academy (TWPA) aus Au in der Schweiz. Der Startschuss fiel am letzten Tag der Arburg Technologie-Tage 2026. Ziel der Zusammenarbeit ist es, das Dünnwand-Spritzgießen stärker in das Bewusstsein der Branche sowie der Öffentlichkeit zu rücken. Dies soll insbesondere durch intensive Schulungen von Fachleuten erreicht werden, die das Image von Dünnwand-Verpackungen positiv prägen können.
Die Partnerschaft ist als Win-win-Situation angelegt: Beide Seiten profitieren vom fachlichen Austausch und von der erweiterten Reichweite innerhalb des Verpackungssektors.
Im Mittelpunkt der Netzwerkpartnerschaft steht der Austausch über Entwicklungen, Ideen und Anforderungen bei der Herstellung und dem Einsatz von Dünnwand-Verpackungen. Michael Haug aus dem Arburg-Packaging-Team erklärt dazu: „Es geht darum, für das Thema zu sensibilisieren, die Reichweite aller Partner mit Dünnwand-Erfahrung positiv zu beeinflussen und dem Verpackungssektor in der Kunststoffverarbeitung durch eine Clusterbildung mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.“
Die Kooperation soll dazu beitragen, das Thema Dünnwand-Verpackung langfristig im Markt zu verankern und den Verpackungssektor in der Kunststoffverarbeitung zu stärken.
Die Grundlagen für die Netzwerkpartnerschaft wurden auf der Messe K 2025 gelegt. Dort wurde Nijaz Husidic, Business Coach und Dozent der TWPA, auf Arburg aufmerksam. Am Arburg-Messestand fielen ihm IML-Becher auf, die auf einem elektrischen Allrounder 720 A mit 4-fach-Werkzeug und schneller Entnahmeautomation von Brink gefertigt wurden.
Die eingesetzte elektrische Spritzeinheit der Größe 1300 erreichte Einspritzgeschwindigkeiten von bis zu 400 Millimetern pro Sekunde. Arburg demonstrierte mit diesem Exponat, dass das Spritzpräge-Verfahren eine effiziente Alternative zum Thermoformen darstellt.
Markus Haas vom Arburg-Packaging-Team beschreibt die Vorteile der Kombination von Spritzprägen und Inmould-Labelling (IML) wie folgt: „Wir kommen mit diesem innovativen Verfahren zu einem gewichtsreduzierten Bauteil bei gleichzeitig optimierter Schließkraft und Energiebedarf. Das sind handfeste Vorteile, die wir in der Partnerschaft mit der TWPA ins Bewusstsein von Spezialisten und darüber auch der Öffentlichkeit bringen möchten. Denn Spritzprägen von Dünnwandartikeln minimiert den Einsatz von Kunststoffen gerade in der Serienproduktion effektiv.“
Das Exponat unterstrich die Anwendungskompetenz von Arburg im Bereich Dünnwand-Verpackungen und Prozesstechnik.
Die Prozesstechnik und Anwendungskompetenz von Arburg überzeugten die Verantwortlichen der TWPA. Das gezeigte Exponat wurde von ihnen als Messe-Highlight bezeichnet und im Nachbericht zur K 2025 erwähnt. Durch die Partnerschaft kann die TWPA künftig Inhalte aus Arburg-Präsentationen sowie praxisorientiertes Fachwissen in eigene Veranstaltungen integrieren.
Die Lernplattform bietet insgesamt vier berufsbegleitende Online-Sessions an:
Teilnehmende erhalten so Einblicke in Dünnwand-Verpackungstechnik und Spritzprägen aus unterschiedlichen Perspektiven.

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