
Elring Klinger meldet für 2025 organisches Wachstum, höhere bereinigte EBIT-Marge, steigende E-Mobility-Umsätze und setzt seine Transformation fort.
Die Elring Klinger AG hat nach vorläufigen, ungeprüften Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse von 1.641 Mio. EUR erzielt. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 1.803 Mio. EUR; bereinigt um die im Jahr 2025 veräußerten Gesellschaften hätte der Umsatz 2024 1.644 Mio. EUR betragen. In den Umsatzerlösen 2025 sind negative Währungseffekte von 40,4 Mio. EUR sowie M&A-Effekte aus den Veräußerungen in Höhe von 159 Mio. EUR enthalten.
Auf organischer Basis erreichte der Konzern 2025 ein Umsatzwachstum von 2,1 % und lag damit leicht über der Zielsetzung, organisch einen Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau zu erzielen. Auf Ergebnisebene erzielte Elring Klinger 2025 ein bereinigtes EBIT von 88,6 Mio. EUR und eine bereinigte EBIT-Marge von 5,4 % (2024: 4,9 %). Zu Jahresbeginn war das Unternehmen von einem Wert von rund 5 % ausgegangen. Im bereinigten EBIT sind Sondereffekte von 69,3 Mio. EUR berücksichtigt, die insbesondere auf das Personalkostenprogramm und Maßnahmen im Rahmen von Shape 30 zurückzuführen sind.
Das berichtete EBIT belief sich 2025 auf 19,3 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr Wertberichtigungen von 238 Mio. EUR zu einem berichteten EBIT von -150,0 Mio. EUR geführt hatten.
Weitere Kennzahlen wie der operative Free Cashflow oder der Nettoverschuldungsgrad erreichten ebenfalls den zu Jahresbeginn 2025 ausgegebenen Ausblick. Bei einer Net-Working-Capital-Quote von 17,4 % (2024: 19,2 %) und einer Investitionsquote von 8,7 % (2024: 6,0 %) erzielte der Konzern einen operativen Free Cashflow von 32,6 Mio. EUR. Im Vorjahr hatte er 58,4 Mio. EUR betragen. Dies entspricht einer Umsatzquote von 2,0 % gegenüber 3,2 % im Jahr 2024. Erwartet wurde ein Wert zwischen 1 und 3 %.
Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen bei 288 Mio. EUR (2024: 246 Mio. EUR). Trotz einer Investitionsphase konnten sie auf niedrigem Niveau gehalten werden. Der Nettoverschuldungsgrad betrug 2,0 (31.12.2024: 1,7); der Ausblick lag bei rund 2. Bereinigt um Sondereffekte im EBITDA ergibt sich ein Nettoverschuldungsgrad von 1,5 (31.12.2024: 1,2).
CEO Thomas Jessulat kommentierte: „Wir treten jetzt in die nächste Phase der Transformation ein, dafür haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr die Basis geschaffen. Wir haben hohe Investitionen von über 140 Mio. EUR vor allem in die Zukunftstechnologien des Konzerns getätigt und den Umsatz im Geschäftsbereich E-Mobility, der die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie umfasst, weiter gesteigert. Die bereinigte Konzern-EBIT-Marge lag mit 5,4 % im oberen Bereich des Zielniveaus, obwohl das Ergebnis im Geschäftsbereich E-Mobility vor allem aufgrund der hohen Anlaufkosten mit einem bereinigtem EBIT von minus 61,6 Mio. EUR (2024: -47,2 Mio. EUR) derzeit noch deutlich in der Verlustzone liegt. Das zeigt, dass das klassische Geschäft von Elring Klinger verlässliche Cashflows generiert und ausreichenden finanziellen Spielraum für strategische Investitionen schafft. Mit dem Hochlauf der weiteren Großserienaufträge werden wir im Umsatz gerade in der Batterietechnologie wachsen. Um für diese Phase optimal aufgestellt zu sein, setzen wir unseren Weg mit unserer Transformationsstrategie Shape 30 konsequent fort.“
Vor dem Hintergrund eines herausfordernden Umfelds treibt der Konzern seine Transformation entlang der Strategie Shape 30 weiter voran. Ziel ist es, das Unternehmen so aufzustellen, dass es auch im Jahr 2030 die Zukunft der Mobilität mitgestaltet. Der Konzern fokussiert sich dabei stärker auf profitable Aktivitäten, insbesondere im OE-Segment.
In den vergangenen Jahren hat Elring Klinger Produktgruppen eingestellt und Tochtergesellschaften veräußert. 2025 wurde entschieden, das Systemgeschäft bei elektrischen Antriebseinheiten nicht weiterzuverfolgen und sich auf das profitable Komponentengeschäft zu konzentrieren. In diesem Zuge trennte sich das Unternehmen von der Tochtergesellschaft hofer powertrain products UK Ltd., deren Vereinbarung Ende November 2025 vollzogen wurde.
Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, implementierte der Konzern 2025 das globale Programm Streamline zur Reduzierung der Personalkosten und schloss es erfolgreich ab. Zusammen mit den Maßnahmen aus Shape 30 soll das Kostenniveau deutlich gesenkt werden. Erste Erfolge werden bereits 2026 erwartet, die volle Wirksamkeit ab 2027.
E-Mobility: Hochlauf und Umsatzentwicklung Nach dem Gewinn mehrerer volumenstarker Serienaufträge in der Elektromobilität hat Elring Klinger in den vergangenen beiden Jahren den Hochlauf weltweit an Standorten in Deutschland, den USA und China vorbereitet. Die Aufträge sind bereits angelaufen oder befinden sich in der Anlaufphase.
Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz im Geschäftsbereich E-Mobility auf 144 Mio. EUR (2024: 103 Mio. EUR). E-Mobility umfasst Batterie- und Brennstoffzellentechnologien und befindet sich aufgrund hoher Anlaufkosten weiterhin in der Verlustzone.

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