Blanc & Fischer richtet Konzernstrategie auf Wettbewerbsfähigkeit aus
Blanc & Fischer

Blanc & Fischer richtet Konzernstrategie auf Wettbewerbsfähigkeit aus

Umsatz 2025 bei 1,11 Mrd. EUR – Transformation, Investitionen und Kerngeschäft stehen im Fokus der Konzernstrategie.
07.05.2026von Hidden Champions Redaktion

Blanc & Fischer erzielt 2025 einen Umsatz von 1,11 Mrd. EUR und richtet den Konzern angesichts steigender Kosten neu auf Wettbewerbsfähigkeit aus.

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Blanc & Fischer Group einen Umsatz von 1,11 Mrd. EUR und lag damit knapp unter dem Vorjahreswert von 1,13 Mrd. EUR (‑1,5 %). Das Unternehmen sieht sich mit einer angespannten Marktlage konfrontiert, die insbesondere durch eine schwache Bautätigkeit geprägt ist. Für Deutschland wird im laufenden Jahr der Tiefpunkt bei den Wohnungsfertigstellungen erwartet.

Frank Gfrörer, Sprecher des Vorstands der Blanc & Fischer Group, verweist zudem auf steigende Kosten für Arbeit und Material sowie eine zunehmende Wettbewerbsintensität in der Industrie. Vor diesem Hintergrund gehe es darum, den Konzern nachhaltig auf Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit auszurichten.

Entwicklung der Geschäftsfelder

Die E.G.O.-Gruppe erzielte 2025 einen Umsatz von 615 Mio. EUR (‑3 %) und leistete damit den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Blanco verzeichnete erstmals seit 2022 wieder ein Umsatzplus von 2 % und erreichte 392 Mio. EUR, was rund einem Drittel des Konzernumsatzes entspricht. B.PRO lag mit rund 81 Mio. EUR um 5 % unter dem Vorjahresumsatz.

Regional entfielen 27 % des Umsatzes auf Deutschland als stärksten Einzelmarkt, weitere 44 % auf das übrige Europa.

Finanzvorstand Heiko Pott betont, dass der Konzernumsatz weiterhin unter dem Niveau vor der pandemiebedingten Sonderkonjunktur liege, während die Kosten dauerhaft gestiegen seien. Trotz umfangreicher Maßnahmen bestehe daher erheblicher Druck auf das Ergebnis.

Kerngeschäft Küche als Wachstumstreiber

Trotz der aktuellen Marktschwäche sieht der Vorstand im Geschäftsfeld Küche weiterhin attraktive Chancen. Insbesondere in der Aufwertung des Küchenwasserplatzes erkennt der Konzern Wachstumspotenzial. So konnten die Umsätze mit Trinkwassersystemen von Blanco im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt werden.

Zusätzliche Nachfrageimpulse setzte Blanco durch einen neuen Markenauftritt, der im Handel und bei Endverbrauchern Aufmerksamkeit erzeugte und mehrfach ausgezeichnet wurde.

Im Geschäft mit der Hausgeräteindustrie stärkt E.G.O. unter anderem die Induktionstechnik im Einstiegssegment, um auf die angespannte Budgetlage der Haushalte zu reagieren. Weitere Potenziale sieht das Unternehmen im Geschäft mit der Kleingeräteindustrie sowie in der kabellosen Stromversorgung von Kleinelektrogeräten mittels Induktionstechnologie („Ki“). E.G.O. ist hier der erste zertifizierte Anbieter eines Transmitters nach einem definierten Standard und arbeitet im Wireless Power Consortium mit namhaften Herstellern zusammen.

Automatisierungslösungen für Großküchen

Mit der zunehmenden Zentralisierung von Kliniken und steigendem Kostendruck wächst der Bedarf an Automatisierung in Krankenhausküchen. Die Konzerntochter B.PRO realisiert derzeit ihr erstes softwaregestütztes Automatisierungsprojekt für die Großküche eines Universitätsklinikums.

Zum Projekt gehören unter anderem das automatische Auflegen von Besteck und Geschirr sowie das Anbringen wasserlöslicher QR-Code-Etiketten, die entlang des Küchenbands ausgelesen werden. Der Konzern sieht darin ein Vorzeigeprojekt und fokussiert B.PRO künftig stärker auf Speisenlogistik.

Wirtschaftlichkeit und Investitionen

Die derzeit entwickelte Konzernstrategie stellt neben der Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios auch die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsmodelle in den Mittelpunkt. Frank Gfrörer betont, dass nachhaltige Wirtschaftlichkeit klare Entscheidungen und konsequente Umsetzung erfordere.

Ein Ausdruck dieser Ausrichtung sind die im vergangenen Jahr eröffneten Neubauten in Mexiko und Polen. Sie stehen für zukunftsgerichtete Investitionen in Großvolumenproduktion. So integrierte E.G.O. die nicht profitable Fertigung im US-amerikanischen Newnan in das neue Werk in Mexiko. Insgesamt investierte der Konzern weltweit rund 65 Mio. EUR und hielt damit das Investitionsniveau stabil.

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