
Die Blanc & Fischer Group hat im 100. Jahr ihres Bestehens einen Umsatz von 1,11 Milliarden Euro erwirtschaftet und liegt damit leicht unter dem Vorjahr (1,13 Milliarden Euro). Der Konzern reagiert auf die anhaltend schwache Baukonjunktur und steigende Kosten mit einer umfassenden strategischen Neuausrichtung.
Trotz des schwierigen Marktumfelds sieht die Blanc & Fischer Group klare Chancen im Kernsegment Küche. Besonders dynamisch entwickelt sich Blanco, Spezialist für den Wasserplatz in der Küche: Die Marke profitierte von einem neuen Markenauftritt sowie einer stark steigenden Nachfrage nach Trinkwassersystemen. Laut Pressemitteilung wurden die Umsätze in diesem Bereich „letztes Jahr mehr als verdoppelt“. Insgesamt erzielte Blanco erstmals seit 2022 wieder ein Umsatzplus von zwei Prozent.
Der größte Umsatzbringer des Konzerns ist mit 615 Millionen Euro die E.G.O.-Gruppe, Komponentenhersteller für Hausgeräte. E.G.O setzt beispielsweise auf Induktionstechnik im Einstiegssegment. Für Aufmerksamkeit sorge auch die Technologie „Ki“, mit der Kleinelektrogeräte über Induktion mit Strom versorgt werden.
Mit der Konzerntochter B.PRO erschließt die Gruppe ein weiteres Zukunftsthema: Automatisierung in Großküchen. Das erste softwaregestützte Projekt für ein Universitätsklinikum zeigt, wie Prozesse wie das Auflegen von Besteck und Geschirr automatisiert werden können. Der Konzern spricht von einem Projekt mit „Vorzeigecharakter“ und einem Potenzial, das gezielt genutzt werden soll.

Um die Kostenbasis zu optimieren, investiert Blanc & Fischer in moderne Großvolumenproduktion. Neue Werke in Mexiko und Polen ersetzen kleinere, historisch gewachsene Standorte. So integrierte E.G.O. die nichtprofitable Fertigung in Newnan (USA) vollständig in das neue mexikanische Werk. Insgesamt investierte der Konzern 2025 rund 65 Millionen Euro.
Keine KI ohne zuvor digitalisierte Prozesse und belastbare Daten.
Die Mitarbeiterzahl sank auf 7.380 Beschäftigte (Vorjahr: 7.656). Gleichzeitig investiert das 100-jährige Unternehmen in Zukunftskompetenzen: Ein konzernweites Lernprogramm, das mit dem HR Excellence Award ausgezeichnet wurde, stärkt unter anderem die digitalen Fähigkeiten der Mitarbeitenden, auch mit Blick auf eine konsequentere Nutzung von künstlicher Intelligenz. Voraussetzung für den verstärkten Einsatz von KI sei laut Vorstandssprecher Frank Gfrörer jedoch vor allem eines: „Keine KI ohne zuvor digitalisierte Prozesse und belastbare Daten.“

Bleibe auf dem aktuellen Stand zu den Hidden Champions

Hidden Champions in Deutschland
Unsere Karte zeigt, wo Innovation und weltweiter Erfolg auch abseits der Metropolen stattfindet.
Unsere Karte zeigt, wo Innovation und weltweiter Erfolg auch abseits der Metropolen stattfindet.

Hidden Champion hinzufügen
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie einen Hidden Champion kennen und dieser bisher nicht bei uns aufgelistet ist.
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie einen Hidden Champion kennen und dieser bisher nicht bei uns aufgelistet ist.