
Stefan Fuchs, Vorstandsvorsitzender Fuchs SE, erklärt: „2025 war aus geopolitischer Sicht ein anspruchsvolles Jahr. Neben zahlreichen Kriegen war insbesondere die US-amerikanische Zollpolitik eine Herausforderung. In unserem Heimatmarkt Deutschland belasteten hohe Energiepreise sowie eine mit Absatzrückgängen kämpfende Automobilindustrie. Daneben werteten viele für uns relevante Währungen gegenüber dem Euro ab. Trotz des schwierigen Marktumfelds haben wir mit einem Umsatz von 3,6 Mrd. EUR ein EBIT von 435 Mio. EUR erwirtschaftet. Der Fuchs Value Added (FVA) lag mit 249 Mio. EUR nahe an früheren Höchstständen. Der erneut hohe freie Cashflow vor Akquisitionen von 316 Mio. EUR bekräftigt uns darin, die 24. Dividendenerhöhung in Folge vorzuschlagen.
Die dezentrale Organisationsform von Fuchs sowie das flächendeckende Netz von Werken und Landesgesellschaften haben sich als Erfolgsfaktor bewiesen. Wir sind in allen großen Märkten nach dem Prinzip „local for local“ aktiv. Das versetzte uns in die Lage, trotz dieses herausfordernden Umfelds das bisher höchste Konzernergebnis des Vorjahres erneut zu erwirtschaften, und unterstreicht das robuste Geschäftsmodell unserer Firma.
Damit ist die Basis gelegt, um 2026 einen Umsatz von um die 3,7 Mrd. EUR sowie ein EBIT von um die 450 Mio. EUR zu erwirtschaften. Bei diesem Ausblick haben wir keine signifikante Verbesserung oder Verschlechterung des ökonomischen Marktumfelds unterstellt.“
Mit 2.048 Mrd. EUR lag der Umsatz der Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika (EMEA) um 1 % leicht über dem Umsatz des Vorjahres. Die Akquisitionen der Lubcon-Gruppe und der Strub AG im Jahr 2024 sowie die Übernahmen von Boss und Aseol im Jahr 2025 resultierten in einem externen Wachstum in Höhe von 37 Mio. EUR. Das EBIT der Region EMEA übertraf das sehr gute Vorjahresniveau um 2 % und erreichte 232 Mio. EUR (227). Während die schwache Automobilbranche vor allem Teile Osteuropas und Italien unter Druck setzte, entwickelten sich Deutschland und Nordeuropa besonders erfreulich.
Der Umsatz der Region Asien-Pazifik lag mit 1.002 Mio. EUR um 2 % über Vorjahresniveau (986) und überschritt damit erstmalig die Marke von 1 Mrd. EUR. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte aufgrund der Abwertung nahezu aller lokalen Währungen gegenüber dem Euro konnte sogar ein organisches Wachstum von 7 % oder 65 Mio. EUR erzielt werden. Haupttreiber dieser Entwicklung war erneut China, unterstützt durch kräftige Wachstumsimpulse aus Australien und Indien. Das EBIT konnte um 14 Mio. EUR auf 132 Mio. EUR (118) deutlich überproportional gesteigert werden und erreichte einen neuen Rekordwert.
Die Region Nord- und Südamerika konnte trotz eines herausfordernden Umfelds den Umsatz von 678 Mio. EUR um 2 % auf 695 Mio. EUR verbessern. Vor negativen Währungseffekten lag das organische Wachstum sogar bei 7 %. Eine schwächere industrielle Nachfrage in den USA infolge der Unsicherheiten um die Zolldiskussionen konnte durch den erfolgreichen Ausbau des Aftermarket-Geschäfts mehr als ausgeglichen werden. Nach herausfordernden Jahren entwickelten sich auch Argentinien sowie die anderen südamerikanischen Gesellschaften wieder positiv. Externes Wachstum in Höhe von 8 Mio. EUR wurde durch den im Januar erworbenen langjährigen Handelspartner in Peru sowie den im April zugekauften Spezialisten für Schmierstofflösungen in der Metallumformung, IRMCO, erwirtschaftet. Das EBIT sank hingegen um 16 Mio. EUR und fiel auf 75 Mio. EUR zurück. Anlaufkosten für Neukundengeschäfte, Mixeffekte, negative Einmaleffekte sowie Währungskurseinflüsse belasteten das Ergebnis insbesondere der nordamerikanischen Landesgesellschaften. In Südamerika zeigte sich hingegen eine Stabilisierung, insbesondere dank der positiven Entwicklung Argentiniens.
Für das Jahr 2025 schlägt Fuchs der Hauptversammlung eine weitere Erhöhung der Dividende um 5 % auf 1,23 EUR (1,17) je Vorzugsaktie und 1,22 EUR (1,16) je Stammaktie vor.
Die solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung und der erneut hohe freie Cashflow vor Akquisitionen inmitten eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds untermauern das erfolgreiche Geschäftsmodell von Fuchs. Darauf aufbauend hält Fuchs auch für 2025 an seiner langjährigen Dividendenpolitik einer jährlich steigenden Dividende fest. Dieses Dividendenversprechen ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie, die Aktionär*innen am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen.
Die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund von Handelskonflikten, Zöllen und geopolitischen Spannungen belastet das Marktumfeld auch weiterhin. Mit seiner globalen und breit diversifizierten Aufstellung sieht sich Fuchs gut gerüstet, um Umsatz und Ergebnis auch 2026 weiter zu steigern. Konkret wird für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatz von rund 3,7 Mrd. EUR und ein EBIT von rund 450 Mio. EUR erwartet. Dieses Wachstum basiert auf der Annahme, dass alle Regionen durch volumengetriebenes organisches Wachstum beitragen werden. Darüber hinaus beinhaltet es die Anfang Februar angekündigte Übernahme der vollständigen Anteile des Joint Ventures OPET in der Türkei.
Die Prognose für das EBIT berücksichtigt die Aufwendungen für die Integration von OPET sowie die weiter anfallenden Kosten für die Digitalisierungsstrategie Transform2Grow. Unterstützt wird die Ergebnisverbesserung durch ein weiterhin konsequent umgesetztes Kostenmanagement.
Bei den Investitionen planen wir mit einer Rückkehr zum Niveau der Jahre vor 2025 von rund 80 Mio. EUR. Für den FVA erwarten wir einen Wert um 250 Mio. EUR. Positiv wird sich die Verbesserung des EBIT um 450 Mio. EUR auswirken, demgegenüber steht ein erwarteter Anstieg der Kapitalkosten. Beim freien Cashflow vor Akquisitionen rechnen wir mit einem Wert von um 270 Mio. EUR, der etwas unter dem Vorjahr liegt. Grund für diesen Rückgang trotz verbessertem Ergebnis ist vor allem der Mittelabfluss ins wachstumsbedingt steigende Nettoumlaufvermögen.
„Im Rahmen von Fuchs2025 haben wir viel Wert auf die Fortentwicklung der Fuchs-Kultur gelegt. Dies wurde durch die Ergebnisse der ersten globalen Mitarbeiterbefragung unter dem Titel „Voices of Fuchs“ bestätigt. Wir haben unser Team um Feedback gebeten, was in unserer Kultur als Geschenk verstanden wird. Über 70 % unserer Mitarbeitenden haben teilgenommen, und knapp 90 % von ihnen sind stolz, für Fuchs zu arbeiten. Darüber hinaus haben wir wertvolles Feedback erhalten, wie wir uns weiter verbessern können. Damit arbeiten wir jetzt weltweit. Eine Antwort darauf gibt Transform2Grow, das Transformationsprogramm, welches die Vereinheitlichung von Masterdaten und Prozessen beinhaltet und final in einem einheitlichen ERP-System auf Basis von S/4HANA mündet. Die damit einhergehenden Verbesserungen erlauben es uns, effizienter und transparenter zu werden. Basierend auf einheitlichen Daten und mittels künstlicher Intelligenz werden wir agiler und schneller", erklärt Stefan Fuchs.
Durch Fuchs2025 haben wir gelernt, uns auf strategisch wichtige Kundensegmente sowie eine intensivere Kundendurchdringung zu konzentrieren. Dies haben wir im Jahr 2025 konsequent fortgesetzt und damit eine solide Basis für den neuen Strategiezyklus Fuchs100 gelegt. Dieser läuft bis 2031, das Jahr, in dem wir unser hundertjähriges Firmenjubiläum feiern werden. Sehr positiv ist dabei, dass wir sehr viele Wachstumsmöglichkeiten sehen. Um unsere Aktivitäten weiter zu konzentrieren, haben wir Fuchs100 unter das Motto „Focus to Win“ gestellt und werden uns überwiegend auf wenige, aber wachstumsträchtige Segmente fokussieren. Basierend auf unseren langjährigen Partnerschaften mit Mercedes-Benz und DMG Mori werden wir weitere globale Engagements mit Schlüsselkunden eingehen. Wir haben dabei einen klaren Vorteil gegenüber allen Marktbegleitern: Wir können alle Anwendungen abdecken und haben eine globale Infrastruktur. Die Inhalte von Fuchs100 werden wir auf unserem Kapitalmarkttag am 16. April vorstellen.

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